Studie „Wohnen in Deutschland 2021“

Anhand ausgewählter Wohnungsmarktindikatoren wird die derzeitige Immobilienmarktlage aller 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland analysiert.

Das IW Köln hat für den Verband der Sparda Banken eine Analyse zur Wohnsituation 2021 in den 401 Landkreisen durchgeführt. Das Design der Studie ist (regelmäßig) eine schlaglichtartige Darstellung zu den Daten und Trends am Wohn-Immobilienmarkt. Zum Jahr 2020 beschäftigt sich die Studie auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Illustriert wird dabei u.a. die gewachsene Bereitschaft von Mietern, zu pendeln. So sind jetzt 49 % der Mieter (Vorjahr 40 %) bereit, sich für den Erwerb von Wohneigentum finanziell stark einzuschränken. Nur noch 16 % der Mieter (Vorjahr 32 %) geben an, dass die Nähe zum Arbeitsplatz für sie ein wichtiges Kaufkriterium ist.

Dass sich eine Entscheidung zum Pendeln auch von der Wohnkostenbelastung rechnet, wird in der Studie an den Städten Berlin, Hamburg und München und ihrem Umland gezeigt. Während in Berlin und Hamburg ca. 50 % gespart werden kann, sind es in München nur 13 %.

Die erhöhte Nachfrage, ins Umland zu ziehen, hat auch dazu geführt, dass das Umland der sechs größten Metropolen höhere Kaufpreisentwicklungen zeigt, als die Metropolen selbst. Die größten Unterschiede in den Preissteigerungen zwischen Metropole und Umland gibt es in München (16,8 Prozent im Umland vs. 4,3 in der Metropole) und Stuttgart (25,4 Prozent vs. 11,4 Prozent). Alle Metropolen sind Einpendler-Städte. In der Summe pendeln 2,3 Millionen Beschäftigte in die sieben Metropolen. Den größten Einpendler-Strom hat München mit 413.500 Personen.

Die Studie zeigt auch die Kosten je Quadratmeter zum Erwerb von Wohneigentum auf. Demnach liegt der Durchschnittswert in Deutschland bei knapp 2.700 €/qm. Die Spannweite reicht allerdings von 880 €/qm im Kyffhäuserkreis bis ca. 8.300 €/qm im LK München. Die m²-Preise liegen in 72 % der Regionen unter dem Bundesdurchschnitt.

In der Studie wird auch die Entwicklungsprognose zur Bautätigkeit im Neubau von Wohneigentum (kurz) betrachtet. In Ballungsräumen besteht weiterhin hoher Neubaubedarf durch starken Zuzug. Sie strahlen eine hohe Attraktivität aus und versprechen attraktive Arbeitsplätze. Die dynamischste Entwicklung ist für den Landkreis München prognostiziert, während sie in Gelsenkirchen am geringsten ist.

Zu weiteren Auswertungsergebnissen siehe die beigefügte Studie.

Studie Wohnen in Deutschland 2021
2021-10-04T11:43:46+01:00