Baustein zu fairem Wettbewerb – nicht jeder darf alles

Es kommt überall und immer wieder vor, dass Betriebe Arbeiten von Stuckateuren bewerben und ausführen, obwohl sie das nicht dürfen.

Betriebe, die z. B. als Raumausstatter, Fliesenleger, Holz- und Bautenschützer, mit dem „Einbau von genormten Baufertigteilen“ oder als Verfuger im Hochbau in die Handwerksrolle eingetragen sind, oder auch Trockenbau-Betriebe, dürfen keine Arbeiten des Stuckateurs bewerben und ausführen.

Der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg (SAF) kann dagegen wettbewerbsrechtlich vorgehen – und tut das auch, nämlich indem er sogenannte „wettbewerbsrechtliche Abmahnverfahren“ durchführt. Dies ist ein kleiner Beitrag zu einem etwas faireren Wettbewerb.

Konkret hat der SAF im Jahre 2016 rund 120 Abmahnverfahren und 2017 rund 180 Abmahnverfahren durchgeführt. Einzelne Abmahnansprüche wurden sogar gerichtlich durchgesetzt.


Jeder einzelne Innungs-Fachbetrieb ist gehalten, in seiner Region die Augen offen zu halten. Wenn Ihnen in Ihrem Umfeld ein Betrieb auffällt, der mit Arbeiten aus dem Kernbereich des Stuckateurhandwerks wirbt (Innenputz / Außenputz / Verputzarbeiten / Vollwärmeschutz / WDVS / Stuckarbeiten) und den Sie überprüfen lassen möchten, dann machen Sie einfach ein Foto von der Werbeanzeige, von dem Fahrzeug oder der Gerüstplane und mailen Sie es direkt an den SAF (eberlein@stuck-verband.de).

Der SAF prüft die Eintragung in die Handwerksrolle, führt ggf. ein wettbewerbsrechtliches Abmahnverfahren durch und meldet den Betrieb noch an die SOKA-BAU, damit auch dort geprüft wird, ob der Betrieb an den Sozialkassenverfahren der Bauwirtschaft teilnimmt oder nicht.